de minimis Reifen Förderung: Fragen & Antworten

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de minimis Reifen Förderung – einfach erklärt 🙂

  • Die de minimis Reifen Förderung für Lkw ist der wichtigste Bereich des staatlichen „de minimis“ Förderprogramms.
  • Die Fördergelder werden vom Bundesamt für Güterverkehr (BAG) vergeben.
  • Maximal gibt es 2.000 Euro Fördergeld je förderfähigen Lkw.
  • Förderfähig sind mautpflichtige Lkw mit mindestens 7,5 Tonnen zul. Gesamtgewicht.
  • Die maximale Fördersumme für ein Unternehmen liegt bei 33.000 Euro pro Jahr.
  • Die Fördergelder für Lkw Reifen gibt es als Zuschüsse.
  • Besonders wertvoll: Diese Reifen-Zuschüsse müssen nicht zurück gezahlt werden.

Das Schaubild fasst die wichtigsten Merkmale der Reifen-Förderung zusammen:

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  • Die Zuschuss-Höhe liegt bei maximal 80 Prozent der Nettokosten beim Reifenkauf.
  • Die Zuschüsse werden als hohe Kostenerstattung vom BAG direkt an den Betrieb überwiesen.
  • Kleine & mittlere Unternehmen (KMU) mit förderfähigen Lkw können ihren Bedarf an Reifen damit sehr kostengünstig decken.

Sie haben wenig Zeit? Hier können Sie sich sofort ein erfolgreiches Förder-Beispiel aus der Praxis anschauen.

Inhaltsverzeichnis:

Welchen Zweck hat die Reifen Förderung?

Welche Voraussetzungen gibt es, um die Reifen Fördermittel zu bekommen?

Wie funktioniert die de minimis Reifen Förderung?

Für welche Lkw-Typen kann man die Reifen Förderung erhalten?

Für welche Lkw Reifen gibt es die de minimis Förderung?

Gibt es einen Rechner bzw. eine Rechen-Hilfe für die deminimis Reifen-Förderung?

Welche Termine sind bei der Reifen Förderung wichtig? Gibt es Fristen, die ich einhalten muss?

Welche Vorteile hat die Reifen Förderung?

Welche Nachteile hat die Reifen-Förderung?

Welche Fehler werden bei der Reifenförderung gemacht?

Was sind gute Tipps für die Reifen Förderung?

Gibt es Praxis-Beispiele für die Reifen Förderung?

Ist die de minimis Reifen Förderung sinnvoll?

Welche Branchen-Beispiele gibt es für die Reifen-Förderung?

 

reifen-foerderung-deminimis-leicht-gemacht-durch-foerderservice
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Was hat die Reifen Förderung für einen Zweck?

Die Förderung der Lkw Reifen hat zwei Ziele:

  • 1. Sicherheit erhöhen: Es werden Reifen gefördert, welche den Straßenverkehr sicherer machen.
  • Deshalb werden z.B. bestimmte Winterreifen und Ganzjahresreifen mit guter Qualität gefördert.
  • 2. Umweltschutz verbessern: Zudem gibt es Fördergeld für Lkw Reifen, welche die Umwelt möglichst wenig belasten.
  • Umweltfreundliche Reifen sind A.) sehr effizient und B.) besonders leise.

Zwei Ziele der Reifenförderung im Überblick:

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Was sind die Voraussetzungen, um die Reifen Förderung in 2020 zu bekommen?

Ein Betrieb muss im Jahr 2020 die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Halter oder Eigentümer von zumindest 1x schweren und mautpflichtigen Nutzfahrzeug.
  • Förderfähige Nutzfahrzeuge müssen mindestens ein zulässiges Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen haben.
  • Stichtag für die Regel ist der 1. Dezember des Vorjahres.
  • Das heisst, für mautpflichtige Nutzfahrzeuge (Lkw, Sattelzugmaschinen etc.) welche zum 01.12.2019 im Betrieb waren, können die Reifen-Fördergelder in 2020 beantragt werden.
  • Mit den Nutzfahrzeugen dürfen ausschließlich Güter transportiert werden.

Die Grafik zeigt die fünf Kriterien eines Lkw-Betriebs für die Reifen-Förderung:

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  • Das bedeutet, das Unternehmen muss entweder 1. Güterverkehr oder 2. Werkverkehr (Eigenverkehr) mit den Lkw durchführen.
  • Güterverkehr oder Werkverkehr müssen durch die jeweilige Erlaubnis /Lizenz bzw. Anmeldung nachgewiesen werden.

 

Wie ist der Ablauf der de minimis Reifen Förderung?

Die Förderung von Lkw Reifen funktioniert in 5 Schritten:

  • 1. Förderantrag stellen: Online beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG).
  • 2. Zuwendungsbescheid erhalten: Das ist der amtliche Bescheid, dass die Fördergelder in einer bestimmten Höhe bewilligt sind.
  • 3. Kauf von förderfähigen Reifen.
  • 4. Verwendungsnachweis einreichen: Online und fristgerecht beim BAG.
  • 5. Fördergeld bekommen: Die Kostenerstattung wird vom BAG direkt auf Ihr Geschäftskonto überwiesen 🙂

Hier ein Schaubild zum Ablauf der Reifenförderung:

de minimis reifen förderung funktioniert in fünf schritten.
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Für welche Lkw Arten gibt es die Reifen-Förderung?

Die staatliche de-minimis Reifenförderung gibt es für verschiedene Lkw-Typen ab 7,5 Tonnen, mit denen ausschließlich Güter transportiert werden.

Beispiele für förderfähige Lkw Arten:

  • Klassische Transport-Lkw (z.B. mit Pritschen- oder Kofferaufbau)
  • Verteiler-Lastkraftwagen
  • Baustellen-Lkw z.B. Kipper
  • Lkw zum Flüssig- oder Gastransport: z.B. Tankfahrzeuge
  • Lkw mit Kühlaggregaten z.B. Kühlfahrzeuge
  • Zugmaschinen mit Anhänger als Lastzug
  • Sattelzugmaschinen mit Auflieger bzw. Trailer: z.B als Container-Sattelzug
  • Wechselladerfahrzeuge z.B. zum Transport von Abrollcontainern oder mobilen Absetzmulden

Das Bild zeigt einige Beispiele für Lkw-Typen, für die man die Reifen-Beihilfen bekommen kann:

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  • Viele weitere Lkw-Typen mit Sonderaufbauten für den gewerblichen Güterverkehr z.B. Autotransport- und Abschleppfahrzeuge, Stückguttransporter z.B. zum Getränketransport oder auch Langmaterial-Fahrzeuge (z.B. Stahltransport) oder Langholztransporter.
  • Ebenfalls förderfähig sind Schwerlast- und Großraum-Lkw sowie spezielle Viehtransporter u.v.a.m.

 

Welche Lkw Reifen werden im Jahr 2020 mit „de minimis“ gefördert?

Lkw-Reifen können u.a. nach ihrem allgemeinen Zustand unterschieden werden. Sind die förderfähigen Merkmale vorhanden, gibt es für Reifen in einem unterschiedlichen Reifenzustand die Zuschüsse.

Fördemittel kann es für Lkw-Reifen mit diesem Reifen-Zustand geben:

  • neu
  • gebraucht
  • runderneuert

Das Bild zeigt die möglichen Zuwendungen für Lkw-Reifen in einem verschiedenen Reifenzustand.

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  • Für neue und gebrauchte Reifen ist die Förderhöhe abhängig von der Reifenart und der Reifenqualität. (3PMSF bzw. Alpine-Symbol bzw. EU-Reifenlabel)
  • Außerdem ist für die Förderhöhe von neuen & gebrauchten Lkw-Reifen die exakte Unterscheidung der genauen Achsenposition wichtig.
  • Für runderneuerte Reifen gibt es – auch ohne Berücksichtigung der Reifenart, der Reifenqualität oder der Achsen-Position – eine einheitliche Zuschusshöhe.

 

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Rufen Sie uns gerne an unter Telefon 089 62 42 30 17  bzw. schreiben Sie uns eine E-Mail an: beratung@lkw-foerderung.de  Wir helfen Ihnen gerne und freuen uns auf Ihren Anruf.

 

Es werden Lkw-Reifen mit den folgenden Merkmalen gefördert:

  • 1. Winterreifen: Winter-Reifen sind Reifen, welche das 3PMSF-Symbol (bzw. Alpine-Symbol mit drei Bergspitzen und Schneeflocke) tragen. Auch Ganzjahresreifen erhalten die Förderung, wenn sie das 3PMSF-Symbol haben. (Förderzweck: Sicherheit erhöhen)
  • 2. Reifen mit geringem Rollwiderstand: Das sind Reifen mit einer guten Energieeffizienz. Diese Reifen verbrauchen im Güterkraftverkehr weniger Kraftstoff und haben ein gutes EU-Reifenlabel. (Förderzweck: Umweltschutz verbessern)
  • 3. Geräuscharme Reifen: Das sind Reifen, welche eine geringe Geräuschentwicklung haben. Das heißt, diese Reifen verursachen möglichst wenig Lärm beim Fahren und haben ein gutes EU-Reifenlabel. (Förderzweck: Umweltschutz verbessern)

Nutzen Sie gerne das Schaubild zur Reifen Förderung 2020:

Das Schaubild macht die richtigen Entscheidungen bei der de minimis Reifen Förderung 2020 einfach.
schaubild-de-minimis-reifen-foerderung-2020

 

Besonders wichtig bei der Reifen Förderung im Förderjahr 2020:

  • Die korrekte Unterscheidung der genauen Achsen-Position ist für die Höhe der Reifen Förderung in 2020 besonders wichtig.
  • Kaufen Sie für die Antriebsachse und die vordere Lenkachse ausschließlich Reifen mit einem guten EU-Reifenlabel. Das sind Lkw-Reifen mit Energieeffizienzklasse A, B oder C (geringer Rollwiderstand) und maximal 1 Schallwelle (geräuscharm). Durch die Kombination der beiden Förderkriterien „geringer Rollwiderstand“ plus „geräuscharm“ erhalten Sie die höchst mögliche Förderung.
  • Kaufen Sie für alle anderen Achsen (hintere Lenkachsen, Nachlaufachsen, Hinterachsen, Anhänger, Auflieger, Trailer etc.) Reifen mit 3PMSF-Symbol. Dadurch erhalten Sie immer die maximale Reifen-Förderung für diese Achsen.

 

Was ist rund um Lkw-Reifen noch förderfähig … und was nicht?

Förderfähig sind die folgenden Reifen-Aufwendungen:

  • Montagehilfsmittel: mit 80 Prozent der Netto-Ausgaben.
  • Montagekosten: mit 80 Prozent der Netto-Ausgaben.

Einen guten Überblick gibt die Infografik: Lkw-Reifen: Was wird gefördert?

für-was-gibt-es-foerdergeld-bei-de-minimis-reifen-foerderung
lkw-reifen-was-wird-gefoerdert-und-was-nicht

 

Nicht förderfähig sind innerhalb von „de minimis 2020“ diese Aufwendungen:

  • Reifen-Reparaturen
  • Altreifen-Entsorgung
  • Pannen-Service
  • Reifen-Nutzungs-Verträge
  • Reifen-Management-Verträge
  • Kilometer-Verträge

 

Gibt es einen Rechner bzw. eine Berechnungs-Hilfe für die de-minimis Reifen Förderung?

Ja. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) stellt in jeder de minimis-Förderperiode eine aktuelle Kalkulations-Hilfe im Excel-Format bereit.

Beachten Sie bitte für die Nutzung des Reifen-Förderrechners die folgenden Regeln:

  • Das Berechnungs-Tool dient ausschließlich zur Kalkulation der voraussichtlichen Zuwendung für Reifen gemäß Nr. 1.9 des Maßnahmenkatalogs in der aktuellen Förderperiode 2020.
  • Das heisst, mit diesem Reifen-Rechner können Sie für neue & gebrauchte Reifen die Höhe der Zuschüsse für förderfähige Lkw-Reifen mit gutem EU-Reifenlabel kalkulieren.
  • Zum Anderen können Sie für runderneuerte Reifen die Förderhöhe berechnen.
  • Hierzu geben Sie einfach in den gelb markierten Feldern je nach Art der Reifen – mit EU-Label oder runderneuert – die jeweiligen voraussichtlichen Kaufpreise ein.
  • Die Reifenkosten sind 1.) netto und 2.) ohne USt. 3.) unter Berücksichtigung von Preisnachlässen wie z.B. Skonto in Euro einzutragen.
  • Im orange markierten Feld sind die voraussichtlichen Nettoausgaben (ohne USt.) für die Montage und die Montagehilfsmittel in Euro einzugeben.

Den BAG-Förderrechner für Lkw-Reifen können Sie ganz einfach mit einem Klick über diesen  Link direkt vom Bundesamt für Güterverkehr erreichen:

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deminimis-reifen-foerder-rechner-vom-bag

 

Folgende Anschaffungskosten werden in dem Reifen-Beihilfe-Rechner nicht (!) berücksichtigt:

  • Neue, gebrauchte oder runderneuerte Winter- und Ganzjahresreifen mit 3PMSF (bzw. Alpine) – Symbol, welche nicht auf Antriebs- und vordere Lenkachsen montiert werden.
  • Ebenso gilt der obige Reifen-Förderrechner nicht für neue, gebrauchte oder runderneuerte Winter- und Ganzjahresreifen mit M+S oder MS oder M/S – Symbol mit Herstellungsdatum bis einschließlich 31.12.2017, welche nicht auf Antriebs- und vordere Lenkachsen montiert werden.
  • Diese Lkw-Reifen (für Nachlaufachsen, für Anhänger, Auflieger, Trailer etc.) sind förderfähig nach Maßnahmenkategorie 1.3.
  • Die Förderhöhe beträgt für diese Reifen durchgängig 80 Prozent der Netto-Anschaffungskosten.

Bei Fragen zur Förderung bzw. dem deminimis-Reifenrechner vom BAG können Sie sich gerne an uns wenden.

 

Welche Termine sind wichtig? Gibt es Fristen, die ich einhalten muss?

Hier die wichtigsten Termine & Fristen für die de minimis Reifen Förderung im Jahr 2020:

Frist für die Einreichung der Förderanträge:

  • Start der Antragsfrist 2020: 7. Januar 2020
  • Ende der Antragsfrist 2020: 30. September 2020
  • Förderanträge für „de minimis 2020“ müssen innerhalb dieser Förderperiode vollständig (inkl. aller Anlagen) beim BAG eingereicht werden.

Frist für die Durchführung, Abrechnung und den Nachweis der Reifen-Käufe:

  • Eine weitere wichtige Frist ist der Bewilligungszeitraum.
  • Der Bewilligungszeitraum ist der Zeitraum, in dem die Käufe der förderfähigen Reifen tatsächlich durchgeführt, bezahlt, beendet und abgerechnet werden müssen.
  • Start des Bewilligungszeitraums 2020: Der Bewilligungszeitraum ist unternehmensindividuell. Er beginnt immer mit dem Eingang des vollständigen Förderantrags beim BAG.
  • Ende des Bewilligungszeitraum 2020: Diese Frist endet fünf Monate nach Zugang des Zuwendungsbescheides. (Bewilligung der Fördermittel)

 

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Was sind die Vorteile der Reifen Förderung?

Vorteile der Reifen-Förderung mit „de minimis“

  • Die Reifenförderung ist finanziell sehr lukrativ.
  • Beim Einsatz des maximalen „de minimis“-Budgets kann ein Betrieb eine jährliche Kostenerstattung für Reifenkäufe von 2.000 Euro je Lkw bekommen.
  • Maximal erhält ein Unternehmen für den Kauf von Reifen jährliche Zuschüsse in Höhe von 33.000 Euro. (ab 17x förderfähigen Lkw)
  • Durch hohe Zuschuss-Quoten – bis zu 80 Prozent – werden beträchtliche Betriebsausgaben eingespart.
  • Da der Eigenanteil nur gering ist, können hochwertige Lkw-Reifen gekauft werden. Grund: Die tatsächlichen Nettokosten – nach Kostenerstattung durch das BAG – sind nur minimal.
  • Durch den Kauf von hochwertigen Reifen mit geringem Rollwiderstand /bzw. guter Energieeffizienzklasse (+ maximal 1 Schallwelle) wird effektiv Kraftstoff gespart. Das entlastet die Tankrechnungen.
  • Werden Reifen mit 3PMSF-Symbol gekauft, wird die Sicherheit von Fahrern und Lastkraftwagen in der kalten Jahreszeit erhöht.
  • Die de minimis Reifen-Förderung hat für den Güterverkehr in Deutschland eine wichtige Bedeutung: Durch den Wettbewerb der Reifen-Hersteller gibt es für jeden Reifenbedarf ein großes Angebot an förderfähigen Lkw-Reifen bei unterschiedlichen Händlern.

Fazit:

Durch die hohen Kostenerstattungen werden erhebliche Betriebskosten (bis zu 80%) gespart. Für Unternehmen, welche regelmäßig ihre Lkw Reifen austauschen bzw. aktuellen Bedarf haben, ist die Reifenförderung mit „de minimis“ eine klare Empfehlung.

Die Bild zeigt die wichtigsten Vorteile und Nachteile der Förderung von Lkw-Reifen:

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Welche Nachteile hat die Reifen-Förderung?

Die Nachteile der Lkw-Reifenförderung zusammengefasst:

  • Das BAG-Förderprogramm „de minimis“ ist insgesamt komplex.
  • Die Förderbedingungen speziell zur Reifen Förderung sind kompliziert.
  • Es gibt mehrere gefährliche „Stolperfallen“. Betroffen sind vor allem kleinere Unternehmen ohne Fördermittel-Erfahrung.
  • Da passiert es schnell, dass mehrere Tausend Euro Fördergeld für die eigenen Lkw-Reifen verloren gehen.
  • Beispiel: Jeder abgelehnte Lkw bedeutet einen Fördergeld-Verlust von 2.000 Euro.
  • Besonders schwierig: Es muss immer ALLES zu 100% richtiggemacht werden. Ist das nicht der Fall, verliert man im schlimmsten Fall den gesamten Förderanspruch (!).
  • Die meisten Fehler treten bei der richtigen Antragstellung, der genauen Einhaltung der Fristen und dem fördergerechten Nachweis der Reifenkäufe auf.
  • Oft gibt es teure Fehler bei der Reifen-Förderung von Verbundunternehmen.
  • Nicht zu vergessen: Die großen Transport-Unternehmen und Logistik-Konzerne haben einen Organisations- und Wissensvorsprung gegenüber kleinen & mittleren Betrieben. Die größeren Unternehmen nutzen die Reifenförderung sehr konsequent. Ergebnis ist, dass der „Fördertopf“ häufig sehr schnell leer ist.
  • Für kleinere Lkw-Betriebe ist deshalb das Risiko, komplett leerauszugehen und keine Reifen-Förderung zu erhalten, besonders hoch.

Was sind die schlimmsten Fehler bei der Reifenförderung?

Bei der deminimis Reifen-Förderung werden von kleinen & mittleren Unternehmen (KMU) häufig teure Fehler gemacht. Die schlimmsten Fehler sind:

  1. Zu wenig Planung
  2. Zu langes Warten
  3. Zu wenig Wissen

Was sich simpel anhört, ist es nicht: Wie bei vielen Dingen im Leben sind die Ursachen vor allem Zeitmangel und fehlendes Wissen. Der Stress im Tagesgeschaeft verhindert die sorgfältige Beschäftigung mit dem Fördergeld-Thema.

Fehler 1: Schlechte Planung

Viele KMU planen den Kauf von Lkw-Reifen bzw. Reifen-Ersatz erst, wenn „Not am Mann“ ist. Also dann, wenn es mit den alten Pneus einfach nicht mehr geht. Das ist gefährlich und teuer. Alte Lkw-Reifen in schlechter Qualität gefährden die Sicherheit im Straßen- und Güterverkehr.

Und es ist sehr teuer:

  • Weil minderwertige Altreifen durch den hohen Rollwiderstand für hohe Tankrechnungen sorgen.
  • Weil in „Stress und Hektik“ bestellte Ersatz-Reifen niemals das beste Preis-Leistungs-Verhältnis haben.
  • Weil ohne staatliche Kostenerstattungen durch die Reifenförderung Tausende von Euro verloren gehen.

Fehler 2: Zu später Förder-Antrag

Ein verzögerte bzw. späte Beantragung der Reifen-Fördermittel ist aus mehreren Gründen teuer:

  • Die Bewilligung der de minimis-Fördergelder erfolgt streng nach dem sogenannten Windhundprinzip. Das heißt, wer die Reifen-Beihilfen zu spät bzw. zuletzt beantragt, dessen Antrags-Unterlagen werden als letztes bearbeitet.
  • Im „besten“ Fall wartet man einfach nur länger auf das Ergebnis des Fördergeld-Antrags.
  • Im schlechtesten Fall bekommt man gar nichts mehr: Man geht komplett leer aus, weil der Fördermittel-Topf bereits ausgeschöpft ist.
  • Es fehlen wertvolle Optionen, wenn man lange wartet: Je eher man Gewissheit hat, dass das Fördergeld bewilligt ist, desto sinnvoller können Ersatz-Anschaffungen für Reifen geplant werden.

Das Bild zeigt die drei schlimmsten Fehler von KMU bei der deminimis-Reifenförderung:

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Fehler 3: Mangelndes Wissen

Mangelndes Wissen im Bereich der öffentlichen Fördermittel ist vor allem für kleinere Betriebe ein großes Problem:

  • Viele Firmen wissen gar nicht, dass sie für ihre bereits vorhandenen Lkw staatliche Kostenerstattungen für Reifen u.v.a.m. bekommen können.
  • Auch wenn man schon mal „irgendwas“ davon gehört hat, reicht das nicht aus, um die Fördergelder schlussendlich zu bekommen.
  • Selbst dann, wenn sich ein Lkw-Betrieb allein darin versucht, die Reifen-Subventionen zu erhalten, geht das meist schief. Förderanträge werden abgelehnt und Zuwendungen nicht bewilligt.

Fazit:

Was man nicht kennt, kann man nicht für sich nutzen. Wenn man nur lückenhaftes Wissen und Können bei der komplexen Umsetzung hat, führt das regelmäßig zum Verlust des Fördermittel-Anspruchs.

Besonders die Reifen-Förderung ist innerhalb des de-minimis Förderprogramms anspruchsvoll. Von den allgemeinen deminimis-Regeln ganz zu schweigen.

Durch die genannten Fehler verlieren kleinere Lkw-Betrieben jedes Jahr viele Millionen Euro an wertvollen Fördergeldern.

 

Welche Tipps gibt es für eine erfolgreiche Reifen-Förderung?

Hier sind die 5 besten Tipps zur Reifen Förderung, um die Vorteile bestmöglich zu nutzen:

  • Tipp 1: Prüfen Sie Ihre Liquidität für geplante Reifen-Käufe.
  • Tipp 2: Planen Sie rechtzeitig Ihren Bedarf für neue Lkw-Reifen.
  • Tipp 3: Bestimmen Sie einen verantwortlichen Mitarbeiter für Fördergelder.
  • Tipp 4: Holen Sie vorab unterschiedliche Reifen-Angebote ein.
  • Tipp 5: Lassen Sie die Fördergelder frühzeitig beantragen.

Das Schaubild zeigt die fünf besten Tipps zur deminimis-Reifenförderung für KMU:

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  • Extra-Tipp 1: Zuerst der Förderantrag, dann die Käufe von förderfähigen Lkw-Reifen. Eine „Rückwärts“-Förderung ist niemals möglich.
  • Extra-Tipp 2: Suchen Sie sich einen kompetenten Förderdienstleister, der die Reifenförderung „von A bis Z“ für Sie abwickelt.

Wir helfen Ihnen gerne unter Telefon 089 62 42 30 17  bzw. schreiben Sie uns eine E-Mail an: beratung@lkw-foerderung.de

Welche Beispiele aus der Praxis gibt es für die Reifen-Förderung?

Die de-minimis Reifen Förderung lohnt sich für Lkw-Betriebe. Dies zeigt das folgende Fallbeispiel:

  • Die Transport- & Container GmbH W. aus Hessen wurde im Juni 2019 über die Reifenförderung  informiert und beraten. *
  • Der Fuhrpark des Betriebs besteht u.a. aus 9x schweren und förderfähigen Nutzfahrzeugen (Lastkraftwagen etc.) > 7,5 Tonnen.
  • Für mehrere Fahrzeuge gibt es Bedarf  an qualitativ hochwertigen Winter-Reifen (für Lkw, Sattelzugmaschinen und Sattelauflieger bzw. Trailer).
  • Der Antrag für die de-minimis Förderung wurde im Juli 2019 gestellt.
  • Den Zuwendungsbescheid vom BAG hat die Transport- & Container GmbH W. im August 2019 erhalten.
  • Das Unternehmen erhält für 9x förderfähige Lkw eine bewilligte Zuwendung in Höhe von 18.000 Euro. (Anzahl Lkw: 9 Stk. multipliziert mit Fördersatz: 2.000 Euro ergibt maximalen Zuschuss = 18.000 Euro)
  • Im Zeitraum von November 2019 bis Januar 2020 hat der Betrieb förderfähige Käufe von Lkw-Reifen durchgeführt.
  • Es wurden Lkw-Winterreifen für die Vorder- und Nachlaufachsen sowie für Trailerachsen angeschafft.
  • Insgesamt wurden 62x Stk. neue Lkw-Reifen mit 3PMSF-Symbol beim Reifen-Händler des Vertrauens gekauft.
  • Bei der Reifenauswahl wurden ausschließlich Hersteller aus dem Premium-Segment  berücksichtigt.

Die Netto-Anschaffungs-Kosten für die 62x neuen Lkw-Reifen mit 3PMSF Symbol lagen bei insgesamt:

– 21.425 Euro   (Anschaffungskosten netto, ohne Mehrwertsteuer)

Entscheidend ist, wie hoch – nach der Kostenerstattung durch das Bundesamt für Güterverkehr – der verbleibende Eigenanteil für die Transport- & Container GmbH W. ist?

Nutzen Sie hierzu die Beispiel – Grafik zur Lkw-Reifenförderung:

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praxis-beispiel-reifen-foerderung-deminimis

 

Erläuterung des Praxis-Beispiels:

  • Es wurden ausschließlich Lkw-Reifen mit 3PMSF (Schneeflocken-Symbol) gekauft.
  • Deshalb konnte für alle (!) 62 Reifen die maximale Reifenförderung nach Maßnahmenkategorie 1.3 genutzt werden.
  • Das heißt, für alle Lkw-Reifen wurde vom BAG der maximale Fördersatz in Höhe von 80% anerkannt.

Die Kostenerstattung des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) belief sich für die gekauften Lkw-Reifen im Beispielfall auf:

+ 17.140 Euro                         

Unter Berücksichtigung der staatlichen BAG-Kosterstattung betrug der verbleibende „Eigen-Anteil“ der Transport- & Container GmbH W. nur noch:

– 4.285 Euro

Fazit zum Praxisbeispiel:

  • Die Transport- & Container GmbH W. konnte durch die deminimis-Reifenförderung eine beträchtliche Ersparnis beim Reifenkauf realisieren.
  • Die tatsächlichen Anschaffungsaufwendungen wurden durch die 80-prozentige Erstattung  – von ursprünglich 21.425 Euro – auf lediglich 4.285 Euro reduziert
  • Dies entspricht einer hohen Kostenreduktion von 4x Fünfteln der ursprünglichen Reifen-Kosten.

* Die gesamte Beratung und Abwicklung der Reifen-Förderung in diesem Praxis-Beispiel wurde durch das Berater-Team von lkw-foerderung.de durchgeführt.

 

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lkw-reifen-foerdergeld-einfach-bekommen-durch-foerderservice

 

Ist die de minimis Reifen Förderung sinnvoll?

Die Reifen-Förderung mit de-minimis ist sinnvoll, wenn:

  • Erstens: Ihr Betrieb in den nächsten 6 bis 12 Monaten einen Bedarf an Lkw Reifen hat und:
  • Zweitens: In Ihrer Firma genügend liquide Mittel vorhanden sind, um den Kauf der Lkw-Reifen vorzufinanzieren.

Ob die deminimis-Förderung von Reifen für Ihren Betrieb sinnvoll ist, können Sie leicht mit diesem Schaubild prüfen.

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Fazit:

Können Sie beide Fragen mit „JA“ beantworten, ist die de-minimis Reifenförderung für Ihren Betrieb eine klare Empfehlung.

Sinnvoll ist die Nutzung der Reifen-Förderung für jedes Unternehmen, dass neue Lkw-Reifen benötigt (1. Bedarf ist vorhanden). Zudem müssen genügend Barmittel verfügbar  sein, um die Reifen zu kaufen und vorab zu bezahlen (2. Liquide Mittel sind vorhanden). Die staatliche Kostenerstattung (bis zu 80 Prozent) durch das BAG erfolgt nach dem Reifen-Kauf durch den korrekten Verwendungsnachweis.

Sie haben Fragen?

Sprechen Sie uns jederzeit gerne an unter Telefon 089 62 42 30 17  bzw. schreiben Sie uns eine E-Mail an: beratung@lkw-foerderung.de

Wir freuen uns auf Sie und Ihre Anfrage.

 

Welche Beispiel-Branchen gibt es für die Lkw-Reifen-Förderung?

Die staatliche de minimis Reifen-Förderung können alle Lkw-Betriebe sinnvoll nutzen, welche mit ihren Fahrzeugen Werk- oder Güterverkehr betreiben.

Hier finden Sie Praxis-Beispiele aus verschiedenen Branchen, die unser Berater-Team für unsere Kunden umgesetzt hat.

  1. Branchen-Beispiel: Transport- und Containerdienst-Betriebe

  2. Branchen-Beispiel: Abbruch- und Rückbau-Firmen

  3. Branchen-Beispiel: Holztransport-Unternehmen

  4. Branchen-Beispiel: Speditionen & Logistik-Unternehmen

  5. Branchen-Beispiel: Recycling-Betriebe & Entsorger

  6. Branchen-Beispiel: Agrar- und Landhandels-Betriebe

  7. Branchen-Beispiel: Straßen- und Tiefbau-Firmen

 

zu 1. Lkw-Reifen-Förderung für Transport-Unternehmen und Containerdienste

  • Transport- & Container GmbH W. aus Hessen: 9x schwere Lkw
  • Bedarf für hochwertige Lkw-Winterreifen
  • Reifen-Stückzahl: 62x Stk.
  • Netto-Anschaffungs-Kosten: – 21.425 Euro
  • Kostenerstattung durch Reifen-Förderung: + 17.140 Euro

Dieses Praxis-Beispiel finden Sie hier ausführlich erläutert.

 

zu 2. Reifenförderung für Abbruch- und Rückbau-Betriebe

  • Abbruch- & Rückbau + Baustoffhandel K. aus Niedersachsen: 8x schwere Lkw
  • Bedarf an soliden Winterreifen für Lenk- und Antriebsachsen sowie hintere Achsen.
  • Die Fahrzeuge müssen im gemischten Einsatz (Abbruch und Transport) eingesetzt werden.
  • Das Anforderungs-Profil für die Reifen sah so aus: 1. Hohe Belastbarkeit & starke Verletzungsresistenz zum Einen 2. Zum Anderen: Verbesserter Rollwiderstand + gute Kraftstoff-Effizienz.
  • Reifen-Stückzahl: 32x Stk.
  • Netto-Anschaffungs-Kosten: – 10.272 Euro.
  • Kostenerstattung durch Reifenförderung: + 6.779 Euro

 

zu 3. Reifen-Zuschüsse für Holztransport-Firmen

  • Holztransporte Z. aus Thüringen: 6x schwere Lkw
  • Bedarf an Winterreifen für Trailer-Achsen sowie für traktionsstarke Antriebsachs-Reifen mit hoher Laufleistung. Zudem wurden runderneuerte Lkw-Reifen angeschafft.
  • Reifen-Anzahl: 25 Stk.
  • Netto-Anschaffungs-Kosten: – 7.388 Euro
  • Kostenerstattung durch Reifen-Zuschüsse:  + 4.587 Euro

 

Das Bild zeigt einige Beispiel-Branchen aus der Praxis für die staatliche de-minimis Reifen-Förderung von Lkw, welche im Güter- oder Werkverkehr (= Eigenverkehr) eingesetzt werden.

beispiel-branchen-aus-praxis-fuer-reifenfoerderung-von-lkw
branchen-beispiele-aus-praxis-fuer-lkw-reifen-foerderung

 

 

zu 4. Reifen-Beihilfen für Speditionen und Logistik-Betriebe

  • Spedition T. GmbH aus Baden-Württemberg:  10x schwere Lkw + Sattelzugmaschinen
  • Primärer Bedarf an rollwiderstandsarmen Lkw-Reifen mit geringem Rollgeräusch. Ziel: Kraftstoff sparen. Insgesamt sollten die Reifen ein gutes EU-Reifenlabel aufweisen. Einige Reifen sollten das 3PMSF-Symbol haben.
  • Es wurden ausschließlich Premium-Reifen geordert.
  • Reifen-Anzahl: 38 Stk.
  • Netto-Anschaffungs-Kosten: – 18.962 Euro
  • Kosten-Erstattung durch Reifen-Beihilfen:  +12.894 Euro

 

zu 5. Reifen-Zuwendungen für Entsorgungs-Firmen und Recycling-Betriebe

  • Metall-Recycling K. GmbH aus Nordrhein-Westfalen: 9x schwere Lkw
  • Bedarf an Lkw-Qualitätsreifen aus dem mittleren Preissegment:  Vor allem Winterbereifung mit Alpine-Symbol & gute EU-Reifenkennzeichnung.
  • Besonderer Reifen-Schwerpunkt: Stabile und langlebige Karkassen zum Schutz vor mechanischen Verletzungen.
  • Reifen-Stückzahl: 56 Stk.
  • Netto-Anschaffungs-Kosten: – 15.414 Euro
  • Kosten-Erstattung durch Reifen-Zuwendungen: + 11.098 Euro

 

 

zu 6. Reifen-Fördergelder für Landhändler und Agrarhandels-Betriebe

 

 

zu 7.  Reifen-Kostenerstattungen für Tief- und Straßenbau-Betriebe

 

 

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